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Stillstand ist Rückschritt.


Das Autohaus Schmitt in den 50er, 60er und 70er Jahren.

1950er

Angefangen hat es mit der Idee des Schmiedemeisters Josef Schmitt aus Somborn. Getrieben von fortschrittlichem Unternehmergeist entwickelte er in den ersten Aufbaujahren der Nachkriegszeit ein neues, zukunftsfähiges Geschäftsmodell. Am 30. April 1959 gründete er in der Hanauer Straße eine Landmaschinenhandlung mit angeschlossener Werkstatt, Waschanlage und Tankstelle. Dazu gehörte auch eine extra ausgewiesene „Autoreparaturwerkstatt“.

In der Anzeige zur Geschäftseröffnung heißt es: „Mit dem Verkauf namhafter Fabrikate und einem fachmännischen Kundendienst werden wir bestrebt sein, das Vertrauen
Aller zu erwerben und zu erhalten.“ An diesen Grundwerten hat sich bis heute nichts geändert.

1960er

Vor allem der Betrieb in der Autowerkstatt florierte schnell. Es zeigte sich bald, dass die Instandsetzung von Automobilen vermehrt in Anspruch genommen wurde als die Reparatur von Landmaschinen. Josef Schmitt zog die Konsequenz und schloss 1962 einen Werkstattvertrag mit Volkswagen ab. Dies war der Anfang einer bis heute fortdauernden guten Zusammenarbeit zwischen Autohaus Schmitt und dem Wolfsburger Volkswagen Konzern. Im Vergleich zu heute steckte die Werkstatt freilich noch in den Kinderschuhen und war nicht größer, als der jetzige Ersatzteil- und Zubehörbereich. 1965 wurde sie zum ersten Mal erweitert.

Zu dem Autohaus gehörte von Beginn an auch eine Tankstelle. Als Partner gewann Josef Schmitt den belgischen Mineralölkonzern Fina, der Ende der 90er Jahre mit den
französischen Mitbewerbern Total und Elf fusionierte. Auf dem Foto rechts, dem ältesten erhaltenen Bild des Unternehmens, erkennt man, dass das Wohnhaus über
der Tankstelle anfangs noch nicht errichtet war. Außerdem reichten zwei Zapfsäulen aus und ein von Weitem sichtbarer Preisauszeichnungsmast war noch nicht
nötig. Offensichtlich gehörten solch enorme Schwankungen der Spritpreise, wie sie heute üblich sind, damals noch in den Bereich des Unvorstellbaren.

1970er

Die 70er Jahre standen ganz im Zeichen des Wachstums und Geschäftsausbaus. 1972 wurde ein Ausstellungsraum angebaut, der Platz für ca. sieben Vorführmodelle
und mehrere Verkaufs- und Servicebüros bot. Sein Eingang befand sich neben der Tankstelle. Die beiden Luftaufnahmen zeigen, dass das Autohaus Schmitt zu
dieser Zeit noch relativ einsam in der Hanauer Straße stand. Der heutige Gebrauchtwagenhof und Parkplatz war noch nicht befestigt. Das Ortsausgangsschild von Somborn befand sich auf Höhe des Ausstellungsraums. An der Rückseite der Werkstatt gab es idyllische Wiesen mit Bäumen und Kinderschaukeln.

Im Jahr 1974 wurde das Autohaus Schmitt dann offiziell zum exklusiven Volkswagen und Audi Händler ernannt und die Logos von Volkswagen, Audi und VAG zierten
von nun an die hellblauen Fassaden des Ausstellungsraumes. Nutzfahrzeuge gehörten dazu. Die Zeit der Landmaschinen war da schon längst vorbei. Die Tankstelle
wurde mit weiteren Zapfsäulen und einem Preismast ausgestattet.

1980er

In den 80er Jahren fand der erste Generationswechsel im Autohaus Schmitt statt. Josef Schmitt zog sich aus dem Geschäftsleben zurück und übergab 1982 die Geschäftsleitung an seinen Sohn Karl, der bereits seit 1972 als KfZ-Meister die Geschicke in der Werkstatt geleitet hatte. Der Verkaufsberater Eugen Schramek, der seit 1966 zuerst als Karosseriespengler, dann im Verkauf beschäftigt war, bekam im Jahr 1984 Unterstützung von Udo Scherer. Das Bild links zeigt die drei Männer auf dem Ausstellungsgelände der Freigerichter Pfingstmesse. An dieser lokalen Gewerbeschau nimmt das Autohaus Schmitt regelmäßig seit 1980 teil.

Zu dieser Zeit vollzog sich auch ein Wandel der Werbebotschaften. In früheren Jahrzehnten mussten Slogans wie „Wir verkaufen nicht nur, sondern beraten auch!“ noch auf eine offenbar neuartige, heute ja selbstverständliche Kundenorientierung hinweisen. Hingegen betonten typische Zeitungsanzeigen der 80er Jahre Exklusivität und sofortige Verfügbarkeit von Neuwagen. Außerdem wurden vermehrt einzelne Serviceleistungen beworben, zum Beispiel den Wintercheck - freilich nicht ohne den gut gemeinten Hinweis: „Kommen Sie aber bitte noch vor der Winterzeit.“

Ein Blick in den damaligen Ausstellungsraum verrät weitere interessante Aspekte der 80er Jahre. Die Reparaturannahme hatte mit ihrer großen, aufschiebbaren Glasfront eher den biederen Charakter eines Beamtenschalters.
Schon etwas kundenfreundlicher gestaltete sich die offene Theke des Ersatzteilverkaufs. Natürlich nicht fehlen durfte der zeitgemäße Kaffeeautomat an der Wand. Und besonderes Augenmerk verdient der Hinweis an der Toilettentür: „Bitte einzeln eintreten.“

1990er

Der Ausstellungsraum wurde in den 90er Jahren modernisiert und erweitert. Er wurde heller, freundlicher und barrierefreier. Außerdem wurde dem „alten“ ein „neuer“ Schauraum hinzugesellt, in dem vorwiegend die Modelle von Audi ihren Platz fanden. Zugleich wurde 1996 der Backoffice-Bereich ausgebaut. Die erste Etage des Gebäudes stattete man mit neuen Büro-, Konferenz- und Toilettenräumen aus. Soft- und Hardwareumstellungen im Verkauf und Service komplettierten die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen.

Ab Mitte der 90er wurde der Fokus vermehrt auf Qualitätsmanagement und -kontrolle gelenkt. Die ab 1995 regelmäßig absolvierte Unternehmenszertifizierung nach der DIN ISO 9001 Normreihe spricht für kontinuierliche Qualität, sowohl was innerbetriebliche Prozesse als auch Kundenorientierung und Außendarstellung betrifft.

Außerdem fing man an, den Ausstellungsraum für besondere Aktivitäten im Rahmen von Modelleinführungen zu nutzen, zum Beispiel im Jahr 1996 zur Vorstellung des neuen Volkswagen Passat. Seitdem holte man zu den verschiedenen Veranstaltungen nicht nur Fachreferenten, sondern auch Travestiekünstler, Karaokeanlagen, Modeshows, Opern-Tenöre, Showtanzgruppen, Zauberer, a cappella Gruppen u.v.m. ins Autohaus Schmitt.